Ökumenische Bildungsabende

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Thema Fundamentalismus
Doris Müller,
Die ökumenischen Bildungsabende in Oberuzwil sind schon lange Tradition. In diesem Jahr finden Sie zu Thema Fundamentalismus statt. Wir haben dafür zwei spannende Referenten und eine Referentin gewinnen können. Zuerst kommt einem wohl der religiöse Fundamentalismus in den Sinn, aber weit gefehlt wäre es, wenn dies der einzige Fundamentalismus unserer Zeit wäre. Aus dieser Überlegung heraus entstand nun die Bildungsreihe zu Fundamentalismus in religiöser, politischer und wirtschaftlicher Hinsicht mit den folgenden Daten, Orten und Vortragenden:

Mittwoch, 13. Juni, 19:30 Uhr, evangelisches Kirchgemeindehaus
Prof. Edmund Arens (Universität Luzern)

Religiöser Fundamentalismus
Fundamentalismus gibt es in vielen Religionen. Religiöser Fundamentalismus ist vor allem Männersache. Fundamentalisten teilen die Welt ein in Schwarz und Weiss, Gut und Böse. Sie vertreten felsenfeste Glaubensüberzeugungen und rigorose sittliche Forderungen. Religiöse Fundamentalisten verabschieden sich aus der unübersichtlichen Gegenwart in eine vermeintlich gloriose Vergangenheit. Dabei sehen sie Gott auf ihrer Seite und geben sich aus als Verteidiger Gottes und des einzig wahren Glaubens.

Mittwoch, 20. Juni, 19:30 Uhr, evangelisches Kirchgemeindehaus
Dr. Jeannette Behringer (Politologin und Ethikerin, Fachbereich Gesellschaft & Ethik der ref. Landeskirche Zürich)


„Politischer Fundamentalismus – zwischen Prinzipientreue und Ablehnung der Moderne“
Ein wesentliches Merkmal aller Fundamentalismen besteht im Auseinanderklaffen zwischen Grundsätzen und gesellschaftlichen und individuellen Entwicklungen. Ein an sich durchaus glaubwürdiges Vertreten von Grundüberzeugungen wird so zum alleinigen sinnstiftenden Merkmal politischer Überzeugungen. Ziel ist nicht mehr die Gestaltung politischer Entwicklung, auch in Form von Kompromissen, sondern der Beweis der Überlegenheit eigener Überzeugungen. Im Gespräch diskutieren wir das Phänomen in unserem Alltag und einen konstruktiven Umgang.

Mittwoch, 27. Juni, 19:30 Uhr, katholische Unterkirche
Prof. Dr. Peter Kirchschläger (Leiter des Instituts für Sozialethik an der theologischen Fakultät der Universität Luzern)


Wirtschaftlicher Fundamentalismus basiert auf einem Vertrauen in die vermeintlich "absolute Wahrheit", dass Entscheiden und Handeln einer modernen Gesellschaft durch das Verfahren des Marktes umfassend koordiniert werden. Einer freien Marktwirtschaft wird u. a. zugetraut, aus sich selbst heraus zu einer sozialen und gerechten Gesellschaftsform zu führen. Im Rahmen des Vortrags wird dieses Verständnis einer kritischen Betrachtung unterzogen.


Autor: Doris Müller     Bereitgestellt: 07.05.2018     Besuche: 23 Monat